Investieren, wo andere Urlaub machen
Megatrends, wie sie etwa der Zukunftsforscher Matthias Horx schildert, sind im Börsenhandel längst ein Thema: Globalisierung, Individualisierung oder zunehmende Mobilität bewegen nicht nur die Menschen weltweit, sondern auch so manches Wertpapierdepot. Anleger setzen damit auf zukunftsfähige Unternehmen und steigende Börsenkurse. Wer den volatilen Aktienmarkt scheut, kann auch mit Sachwerten von diesen fundamentalen, langfristigen Entwicklungen profitieren. Frank Schuhmann, Chefanalyst beim Beteiligungsspezialisten dima24.de, analysiert hier die Chancen des Megatrends hin zur Freizeitgesellschaft.
„Die Tages-, Wochen- und Lebensarbeitszeit hat sich im Wechsel der Generationen deutlich verringert, wir verfügen heute über mehr freie Zeit für Erholung, Sport und Freizeitaktivitäten“, erläutert Schuhmann. So nimmt der Tourismus immer weiter zu, im ersten Halbjahr 2011 stieg die Reisetätigkeit um 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. In Deutschland legte der Tourismus nach Zahlen des Sparkassen-Tourismusbarometers 2011 im gleichen Zeitraum sogar um 7,9 Prozent zu. Und wo viele Gäste Urlaub machen, lässt sich auch Geld verdienen. Eine Möglichkeit dazu sind etwa geschlossene Hotel- und Ferienimmobilienfonds.
Hotel- und Ferien-Immobilienfonds sind aber kein klassisches Immobilieninvestment, sie haben ein spezifisches Chancen-Risikoprofil. Der Markt ist sehr trendanfällig: „Was heute ein beliebtes Reiseziel, gilt vielleicht morgen schon als öde oder völlig überfüllt“, so Schuhmann. Und die Ansprüche der Reisenden sind gestiegen, gerade für die schönste Zeit des Jahres. „Früher haben die Leute nach Hotelkategorie gebucht, heute wollen sie genau wissen, was man vor Ort unternehmen kann.“ Wichtig für ein Investment sei darum vor allem der Standort. „Küste ist nicht gleich Küste! Fragen Sie weiter: Gibt es noch andere Anziehungspunkte vor Ort? Oder werden diese vielleicht gerade erst geschaffen?“ Interessenten tun gut daran, sich die gewünschte Beteiligung mit ihrem Anlageberater genau anzusehen.
Konzept A oder B: Abverkauf statt Betreiber-Risiko
Unterschiede gibt es auch beim Fondskonzept: Neubauten, die erst mit dem Geld der Anleger errichtet und dann verkauft werden, stehen lang laufende Betreiberfonds gegenüber. Bei diesen klassischen Betreibermodellen werden bereits fertige Hotel- und Ferienanlagen erworben und dann vermietet. Hier argumentieren die Initiatoren vor allem mit dem Thema Sicherheit, etwa durch eine 20-jährige Vertragsbindung an renommierte Betreiber wie zum Beispiel die TUI AG. Das schmälert aber die Erträge: Die Auszahlungen solcher Fonds liegen bei etwa 5 bis 6 Prozent. Doch der Rendite-Verzicht bedeutet keinen Schutz: „Nicht alles, was langfristig ist, ist auch langfristig sicher“, warnt Schuhmann. „Gerade, weil dieser Markt so Trend-getrieben ist.“
Projektentwicklungsfonds können dagegen etwa 8 bis 12 Prozent Auszahlungen vorweisen. „Projektentwicklungen machen ihre Gewinne zu Beginn der Wertschöpfung. Sie bauen oder sanieren und vermarkten die Anlage selbst und halten so das Geld zusammen“, erklärt Schuhmann. Die Fondszeichner profitieren als Mitunternehmer von geringeren Kosten und einer höheren Gewinnspanne. „Derzeit gibt es Kaufgelegenheiten an vielen beliebten Urlaubsorten: Günstig gekauft, renoviert und dann verkauft können solche Investments sich richtig lohnen.“
Stichwort Laufzeit: Anleger wollen „kürzer treten“
Auch die Anleger schätzen Projektentwicklungen: „Wir bei dima24.de beobachten: Klassische Betreibermodelle – selbst mit großen Namen – ziehen nicht so recht“, sagt Schuhmann. Der Grund: „10 bis 20 Jahre Laufzeit sind unseren Anlegern vielfach schlicht zu lang.“ Projektentwicklungsfonds kommen der aktuellen Tendenz der Anleger hin zu Kurzläuferfonds da schon eher entgegen.
Tourismus ist ein Trendmarkt und Ferienimmobilienfonds sind Nischenprodukte, doch: „Für Anleger können Beteiligungen eine sehr interessante Ergänzung ihres Portfolios sein, wenn Standort und Fondskonzept stimmen“, meint Schuhmann. Derzeit hat dima24.de mehrere solcher Beteiligungen im Angebot und bietet Fondszeichnern überdies einen attraktiven Bonus: Sie erhalten das komplette Agio von zumeist 5 Prozent zurück erstattet.


